Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen warnt der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige vor der AfD und zieht einen Vergleich zur NS-Zeit. Er fühle sich an die Zeit vor 1933 erinnert, erklärt der Bischof. Feige führt aus, jetzt zu verstehen, „wie es damals zum Erstarken der NSDAP gekommen ist“. „Nicht jeder, der demokratisch wählt oder gewählt wird, ist ein Demokrat“, erklärt Feige.
Zudem fühle er sich auch an die DDR erinnert. Er sei in der Diktatur aufgewachsen und habe sich zunächst nicht vorstellen können, „wie ein ganzes Volk fanatisiert werden kann“, schildert der Bischof. „Menschen sind verführbar, zu allen Zeiten. Das macht mir Angst. Jetzt wieder“, warnt Feige vor der AfD.
Der Frage, ob die AfD verharmlost werde, stimmt Feige zu und erklärt: „In den vergangenen Jahren gab es so viele Dammbrüche und Grenzverletzungen.“ Noch bei den vergangenen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt sei die AfD nicht so populär gewesen, hält Feige fest. „Es gab zu Recht Bedenken“, behauptet der Bischof. Jetzt seien die Propaganda der AfD und damit auch Begriffe wie „Altparteien“ und „Remigration“ bereits Teil des Alltags geworden, alarmiert Feige.
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