Am Ende arbeiten wir nur noch für den Staat. Was in der Vergangenheit als launige Übertreibung galt, wird Zug um Zug zur Realität. Denn mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist in Deutschland das Steuerfieber ausgebrochen. Berlin erhöht unbilligerweise Abgaben, von der Zuckersteuer über die Tabak- und Alkoholsteuer, vom Spitzensteuersatz oder der Superreichensteuer bis hin zur sehr wahrscheinlichen Anhebung der Erbschaftssteuer – zunehmend gerät auch die Substanz der Mittelschicht ins Visier der Berliner Zentralplaner.
Berlin hat zu einer artgefährdenden Jagd auf den Steuerzahler geblasen.
Es ist wahrlich eine absurde Idee, wenn nicht gar wissentlich zerstörerische Politik, den Staatsapparat auf Kosten der Privatwirtschaft immer weiter zu expandieren, um auf diese Weise eine Krise zu überwinden, die genau dieser Staatsapparat mit seiner Ideologie, seinem Degrowth und grenzenlosen Machbarkeitswahn heraufbeschworen hat.
Doch als wäre diese Steuerpolitik nicht bereits fatal genug, begehrt auch Brüssel einen wachsenden Teil des schrumpfenden Wirtschaftskuchens. In den Reihen der Kommission spürt man den zunehmenden Finanzierungsdruck. Ab 2028 steht die Refinanzierung des 800 Milliarden Euro schweren Next-Generation-EU-Eurobonds an. Zudem will Ursula von der Leyen ihr Zwei-Billionen-Budget möglichst zügig und geräuschlos festschreiben. Da kommt jede neue Steuerquelle gerade recht.
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