Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus werden in den Räumen der Khadija-Moschee im Berliner Bezirk Pankow Wahlkabinen und Urnen aufgestellt. Bereits zur Europawahl 2024 hatte die Berliner Wahlbehörde dort ein Wahllokal eingerichtet. Nach Angaben von Imam Scharjil Khalid handelt es sich dabei vermutlich um die einzige Berliner Moschee, die diese Funktion übernimmt.
Träger des Gotteshauses ist die Ahmadiyya Muslim Jamaat. Für Khalid ist die Nutzung der Moschee als Wahllokal mehr als eine organisatorische Entscheidung: Sie verdeutliche vielmehr, dass muslimische Einrichtungen Teil der demokratischen Öffentlichkeit seien und Verantwortung für das Gemeinwesen übernähmen.
Im Mittelpunkt eines Gesprächs mit der Berliner Zeitung Ende August standen vor allem die politischen Erwartungen muslimischer Berliner. In der Hauptstadt leben Schätzungen zufolge rund 400.000 Muslime. Wie viele von ihnen wahlberechtigt sind, lässt sich zwar nicht exakt beziffern. Ihr Anteil an der gesamten Wählerschaft dürfte jedoch bei mindestens acht Prozent liegen. Zudem ist diese Bevölkerungsgruppe vergleichsweise jung, wodurch das Wahlrecht ab 16 Jahren zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Khalid erklärte hierzu: „Wenn wir uns die demografische Entwicklung anschauen, dann muss man ganz klar feststellen, dass Muslime die Zukunft dieses Landes darstellen“.
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