Spanien: Hunderttausende protestieren gegen Sanchez‘ Migrationspolitik

vor etwa 8 Stunden

Spanien: Hunderttausende protestieren gegen Sanchez‘ Migrationspolitik
Bildquelle: NiUS

In Massen strömten Spanier aus Wut über Pedro Sánchez’ Umgang mit der Migrantenkatastrophe in Ceuta auf die Straßen und forderten den Rücktritt des sozialistischen Regierungschefs.Fast fünf Wochen nach der spektakulären Invasion halten sich noch immer 5.000 bis 10.000 illegale Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf, die Ende Juli von bis zu 80.000 aus Marokko eindringenden Menschen, hauptsächlich jungen Männern, überrannt worden war. Auf jeden Einwohner Ceutas kommt ein Migrant. Die Zahl der Sexualstraftaten in der Stadt ist deutlich angestiegen. Im Durchschnitt wird ein Übergriff pro Tag registriert. Die meisten Opfer sind junge Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren, die mit den fast 80.000 Männern über die Grenze strömten.

Am Mittwoch gingen Tausende Demonstranten in Städten in ganz Spanien auf die Straße und kritisierten die spanische Regierung für ihren Umgang mit der Migrationskrise. Demonstranten in der Exklave riefen: „Ceuta steht nicht zum Verkauf, Ceuta muss verteidigt werden.“ Demonstrationen fanden unter anderem in Madrid, Barcelona und Bilbao statt. Viele Demonstranten forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Sánchez. Sie riefen Parolen wie „¡Sánchez, dimisión!“ (Sánchez, Rücktritt!) oder „Sánchez a prisión“ („Sánchez ins Gefängnis“).

Migrationskritische Kundgebung in Sevilla.

Kundgebungen sollen an bis zu 700 Orten des Landes stattgefunden haben. Der Generalsekretär der Partido Popular (PP), Miguel Tellado, sprach sogar von rund 2.000 Kundgebungen in ganz Spanien. Für den Mittwochabend hatte Spaniens konservativer Oppositionsführer Alberto Núñez Feijóo (PP) zu einer landesweiten Solidaritätskundgebung für Ceuta aufgerufen. Feijóo spricht immer wieder vom „Kontrollverlust“ und dem „Versagen“ der spanischen Linksregierung bei der Sicherung der europäischen Außengrenze. Unter dem Motto „Nein zur Invasion! Verteidigt Ceuta, verteidigt Spanien!“ schloss sich die rechte Partei Vox dem Aufruf an.

Weit mehr als 50.000 Menschen nahmen an der Demonstration in Madrid teil, was in der ARD-Tagesschau lediglich mit dem Satz „Auch in der Hauptstadt Madrid kam es zu Protesten“ gestreift wurde. Dort wandte sich der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo an die Menge und sagte: „Eine spanische Stadt wurde überrannt und besetzt, und leider geschah dies mit dem Wissen der spanischen Regierung.“

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