Der linke Streamer Marcant war vor Kurzem in Köthen, der laut ihm „rechtesten Stadt Sachsen-Anhalts“, um dort auf dem Marktplatz mit Menschen aus der Stadt zu debattieren. Unter seinen Gesprächspartnern war auch eine junge Frau mit Kopftuch. Auf seine Frage, von wem die Gewalt in der Stadt ausgehe, gab sie wohl nicht die Antwort, die er hören wollte. Dass Marc sich auf diese Art selbst zerlegt, passiert ihm nicht zum ersten Mal.
Deutsche hätten ihm gegenüber behauptet, sie würden „immer von den Ausländern angepöbelt“, steigt Marcant ein. Dann will er von seiner Gesprächspartnerin Selal, einer jungen Frau mit Kopftuch, wissen: „Wie ist das in Köthen wirklich? Von wem geht die Gewalt aus? Ist überhaupt Gewalt hier ein Problem?“
Selal antwortet: Ja, die Gewalt sei ein Problem. Sie könne jedoch nicht sagen, dass nur die Ausländer das Problem seien. Sie versuche, sich ganz vorsichtig auszudrücken, und differenziert: „Es ist wirklich nie einseitig. Es gibt immer zwei Seiten der Geschichte.“ Sie habe auf einem Plakat von Marcant gesehen, dass Marcant nicht AfD wähle. Von sich selbst sagt sie, sie verstehe die AfD nicht: „Aber ich kann Leute verstehen, die die AfD wählen, aufgrund dieser Auseinandersetzungen mit den Ausländern.“
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