Würde man nicht über die führenden Genossen der SED und über ihre Blockfreunde nur allzu gut Bescheid wissen, dann wäre es schier unbegreiflich, wie wenig Sven Schulze aus Heteborn, am Rand des Hakels im Harzvorland von Sachsen-Anhalt gelegen, versteht, weshalb ihm der Wahlkampf vollständig misslingt. Man gewinnt den Eindruck, dass dem Funktionär das Gespür für die Bürger abhandengekommen ist wie weiland den Bewohnern von Wandlitz und heute denen von Neu-Versailles. Man könnte verkürzt und vergröbert mit Lenin das Heranreifen einer revolutionären Situation feststellen, in der die Herrschenden nicht mehr so weitermachen und die Beherrschten so nicht mehr weiterleben können wie bisher. Die Krise jedenfalls ist objektiv.
Schulzes beeindruckende Helfer im Wahlkampf sind Didi Hallervorden und Markus Söder, man könnte sie fast miteinander verwechseln, Leute aus dem Westen, die den Ostdeutschen mal erklären wollen, was sie zu tun und zu lassen, wen sie zu wählen haben und wen nicht.
Gäbe es die AfD nicht, hätte Söder längst kein Thema mehr. Der Mann, der es genoss, dass die Kühltürme des AKW Gundremmingen gesprengt worden sind, der eine große Mitverantwortung für Deutschlands Niedergang, für steigende Energiekosten und Treibstoffpreise trägt, behauptet vollmundig wie immer und wie immer schon fast mit automatenhafter Attitüde, dass es gar nicht anders sein kann, als es der große, weise, erfahrene Markus Söder, eine Art Big Daddy der deutschen Politik, verkündet. Söder schwadroniert darüber, dass die Pläne der AfD „das schlimmste wirtschaftliche Schredder-Programm“ seien. Man darf Markus Söder daran erinnern, dass das „schlimmste wirtschaftliche Schredder-Programm“ die von der Union in trauter Verbundenheit mit den Grünen und der SPD durchgesetzte Energiewende ist, die von der Ampel beschleunigt und radikalisiert, von Merz und dessen Genossen bruchlos weitergeführt wird.
PATRIOT-NACHSCHUB FÜR DIE UKRAINE: Neue Abwehrraketen – Moskau lehnt Friedensplan ab I WELT LIVE














