Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstagmittag anlässlich der Eröffnung des neuen Übergangsquartiers am Berliner Spreebogen eine Rede gehalten. Darin warnte er unter anderem vor völkischem Gedankengut und einer Einteilung deutscher Staatsbürger nach ihrer Herkunft (mehr dazu hier). Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion über Zuwanderung und Integration. Mit dabei war unter anderem Anna-Lena von Hodenberg, Mitbegründerin und Geschäftsführerin von HateAid.
Von Hodenberg sprach dabei über ihre Arbeit bei HateAid. Gleich zu Beginn schilderte sie, dass die 2018 gegründete Organisation sich für „Meinungsfreiheit und Teilhabe im Internet“ einsetze und mittlerweile über 8.000 Betroffene beraten habe – nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Organisationen und Unternehmen. Sie beklagte in diesem Zusammenhang vorrangig, dass „vor allen Dingen aus dem rechtsradikalen und rechtsextremistischen Bereich“ das Migrationsnarrativ genutzt worden sei, um Angst zu schüren.
Konkret kritisierte von Hodenberg die Funktionsweise sozialer Netzwerke. Empörende und emotionalisierende Inhalte würden sich ihrer Darstellung zufolge deutlich schneller verbreiten als sachliche Nachrichten. Als Beispiel nannte sie Elon Musk, der mit seiner „ideologischen Agenda“ ebenfalls dazu beitrage, dass bestimmte Inhalte auf Plattformen eine größere Reichweite erhielten. Mit Blick auf die Ausschreitungen in Southport erklärte sie, Musk habe dort „selber auch mit (…) agitiert“.
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