Unionsfraktionsvize Sepp Müller fordert, Kohlekraftwerke, die derzeit nur als Reserve bereitstehen, wieder dauerhaft an den Strommarkt zu bringen. NIUS-Kolumnist Gunnar Schupelius hält Müllers Vorstoß bei NIUS Live am Mittwoch grundsätzlich für richtig. Das derzeitige Doppelsystem aus erneuerbarer Energie und konventionellen Kraftwerken bezeichnet Schupelius als „Strom-Planwirtschaft“, die unfassbar hohe Kosten verursacht.
„Wenn der Wind weht und die Sonne scheint, dann hast du die Solaranlagen und die Windräder. Wenn der Wind aber nachlässt und die Sonne nicht scheint, brauchst du ein zweites System“, erklärt Schupelius. Genau diese Doppelung sieht Schupelius als entscheidenden Kostentreiber. Grund: Auch nur bereitgehaltene Kohlekraftwerke erzeugen Kosten für Personal und Infrastruktur.
Schupelius führt aus: „Wir hatten ja mal eine wirklich funktionierende Stromversorgung in Deutschland auf Basis der Privatwirtschaft. Das hat ja alles funktioniert. Da hatten wir 50 Prozent Kohlestrom, dann hatten wir 30 Prozent Atomenergie und dann noch ein bisschen was anderes. Das hat alles funktioniert. Was wir jetzt haben, ist eine Strom-Planwirtschaft.“
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