Eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt meldet sich jetzt auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort. . Bei einer Veranstaltung in Berlin rief die ehemalige Bundeskanzlerin zu mehr Engagement für die Demokratie auf. „Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben“, so die CDU-Politikerin laut Tagesspiegel.
Merkel warnte aber davor, den Aufstieg der AfD als ostdeutsches Phänomen zu betrachten. Die Partei sei zwar in Ostdeutschland besonders stark, habe aber auch im Westen zugelegt. „Sie ist ein gesamtdeutsches Phänomen geworden“, so Merkel auf der Veranstaltung. Mit Blick auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt kritisierte Merkel, die AfD habe es zum Teil geschafft, „alle unsere Gespräche von morgens bis abends zu bestimmen“. Man wisse so gar nicht mehr, was die anderen Parteien eigentlich wollten.
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt – es sind also nur noch sieben Tage, bis dort womöglich die AfD als klare Wahlsiegerin hervorgeht: Im jüngsten Sachsen-Anhalt-Trend von Infratest dimap liegt die AfD bei 42 Prozent. Die CDU kommt lediglich auf 22 Prozent. Dahinter folgen die Linke mit elf Prozent, die SPD mit acht Prozent und die Grünen mit sechs Prozent. BSW und FDP würden mit vier beziehungsweise drei Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.
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