„Parallelen zur Hitlerjugend“: Extremismusexpertin warnt vor Fitness-Hype

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„Parallelen zur Hitlerjugend“: Extremismusexpertin warnt vor Fitness-Hype
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Im Gespräch mit dem Spiegel hat die Extremismusexpertin Julia Ebner erklärt, wie rechte Gruppen das Fitnessstudio nutzen würden, um junge Männer für ihr Weltbild anzuwerben, und warum gerade diese dafür anfällig sind. Anlass des Interviews ist ihr neues Buch „Von Fitness zu Faschismus. Gefahren extremer Männlichkeit“, das diesen Monat erscheint.

Die Vorstellung, wie ein Mann gebaut sein müsse, um eine dominante Rolle in der Gesellschaft einzunehmen, verbindet Ebner mit Ideen von „evolutionärer Fitness“. Diese erinnerten sie an die Zeit des Nationalsozialismus, schildert Ebner. „Die Fitness- und Kampfsportkultur manch radikaler Bewegung weist deutliche Parallelen zu den Fitness- und Kampfübungen der Hitlerjugend in den Dreißigerjahren auf.“

Gemeinsames hartes Training erzeuge Loyalität und ein Gefühl von Brüderlichkeit, was sich laut Ebner gerade radikale Bewegungen zunutze machen würden. Rechtsextreme Gruppen nutzten das Fitnessmilieu demnach gezielt, um verunsicherte junge Männer anzuwerben. Auch Gewalt und Testosteron hingen laut Ebner eng zusammen. Das Problem sei jedoch nicht Männlichkeit an sich, sondern eine Extremform der Männlichkeit, die auf Fleisch, Muskeln und Geld fixiert sei.

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