Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt will dem Verdacht vorbeugen, aus ihren Reihen könnten Stimmen für einen AfD-Ministerpräsidenten kommen. Der geschäftsführende Vorstand der Fraktion schlägt den 15 Abgeordneten vor, vor der Abstimmung geschlossen den Saal zu verlassen. Ein entsprechender Beschluss soll in der Fraktionssitzung am Dienstag gefasst werden.
Fraktionschef Sven Schulze und der parlamentarische Geschäftsführer Stefan Ruland erklärten, die Vorwürfe gegen CDU-Abgeordnete hätten Grenzen überschritten. Eine Unterstützung für einen AfD-Kandidaten werde weiterhin ausgeschlossen. Auch der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller, der Anfang Dezember neuer CDU-Landesvorsitzender werden will, begrüßte das Vorgehen. „Wer keinen Stimmzettel abgibt, dem kann hinterher niemand etwas unterstellen“, sagte er. Der Schritt könne neues Vertrauen innerhalb der Fraktion begründen.
Sepp Müller (CDU)
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