Am Wochenende wurden erste Reformvorschläge der Rentenkommission bekannt, die am Dienstag offiziell vorgestellt werden sollen. Von einigen Wirtschaftsweisen kam Kritik, dass die Vorschläge nicht weit genug gingen. Nach den Vorstellungen der Kommission soll die Rente ab 63 abgeschafft werden. Auch die Möglichkeit, gegen Abschläge früher in Rente zu gehen, soll eingeschränkt werden. Das Renteneintrittsalter soll künftig nicht mehr an die Beitragsjahre, sondern an die steigende Lebenserwartung gekoppelt werden.
Die kapitalmarktgedeckte Rente soll gestärkt werden. Dazu soll der Rentenbeitrag innerhalb von vier Jahren um zwei Prozentpunkte steigen. Diese zusätzlichen Prozentpunkte sollen nach schwedischem Vorbild in Aktien investiert werden. Außerdem setzt die Kommission, der 13 Fachleute angehören, darauf, dass Selbstständige und Abgeordnete in die Rentenkassen einzahlen sollen.
Beamte sollen weiterhin nicht in die gesetzliche Rente einzahlen. Allerdings könnte ihre Pension an das gesetzliche Rentenniveau angepasst werden. Der Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr fordert ein sofortiges Ende der überbordenden Verbeamtung. Insgesamt findet er die Vorschläge der Kommission „nicht ambitioniert genug“, wie er dem Handelsblatt sagt. Es fehle offenbar an Mut, die Mütterrente zu beenden. Die Kopplung der Rente an die Lebenszeit komme zu spät.
SACHSEN-ANHALT: Beben bringt Schulze ins Wanken! AfD rechnet mit vielen Partei-Überläufern | LIVE














