Genug von Harvard und Co.: Die Tech-Elite baut jetzt ihre eigenen Hochschulen

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Genug von Harvard und Co.: Die Tech-Elite baut jetzt ihre eigenen Hochschulen
Bildquelle: Tichys Einblick

Vergiss die Schulden. Vergiss die Indoktrination. Hol dir den Palantir-Abschluss. Du musst nicht bis 2030 warten, um wirklich etwas zu bewirken. Der Hochschul-Industriekomplex will, dass du dich nach seinem Zeitplan richtest. Vier Jahre voller Pflichtkurse, Schulden und Indoktrination. Während dort über Diversity, Equity and Inclusion (DEI) oder den Scholastic Assessment Test (SAT) debattiert wird, konzentrieren wir uns nur auf eine Sache: etwas zu schaffen. Wir haben das Meritocracy Fellowship ins Leben gerufen, um außergewöhnliche Talente zu fördern, die zunehmend übersehen werden – unabhängig von ihrer Herkunft. Wir glauben an die Kraft und die Eigenverantwortung junger Amerikaner, unsere schwierigsten Probleme anzugehen. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Wir glauben, dass diejenigen mit den größten Fähigkeiten Herausforderungen verdienen statt eines starren Lehrplans; Eigenständigkeit statt bloß eines Abschlusszeugnisses; und Verantwortung statt bloßer Beschäftigungstherapie. Wir glauben, dass individuelle Fähigkeiten, Talent und Leistung das Betriebssystem für die Umsetzung davon sind.

So steht es auf der Webseite des Meritocracy Fellowship von Palantir. Die Elite-Unternehmer der USA haben genug von indoktrinierten Fanatikern, die über immer bessere Zeugnisse mit immer fantasievolleren Titeln verfügen, aber ganz offenbar nicht das Wissen, die Fähigkeiten und das Verhalten mitbringen, die man in erfolgreichen Unternehmen braucht, wenn man ohne Subventionen erfolgreich sein will. Die Unternehmen mussten bisher Studienabgängern nach deren Abschluss für viel Geld das beibringen, was sie eigentlich an Hochschulen hätten lernen sollen. Und weiter müssen sie – und das ist der schwierigere, wenn nicht unmögliche Teil – versuchen, ihnen Hybris, Ideologien und all den gefährlichen Unsinn, der in den ehemaligen Elite-Unis in ihre jungen Köpfe gehämmert worden war, wieder aus diesen Köpfen herauszubekommen.

Da liegt es auf der Hand, wenn man die Ausbildung der jungen Studenten nach dem Studium, damit sie in der Lage sind, einen Mehrwert für das Unternehmen zu erzeugen, ohnehin bezahlen muss, nicht erst zu warten, bis sie Mitte zwanzig sind. Palantir will in fünf Wochen das aufbauen, was eigentlich eine Hochschule leisten sollte. Dabei gehe es auch darum, zentrale Institutionen des Westens in Wirtschaft und Staat zu „unterstützen, zu erhalten und wiederzubeleben“. Die jungen Teilnehmer sollen das Programm mit einer Wertschätzung für die Würde des Einzelnen, die individuelle Freiheit, die menschliche Handlungsfähigkeit und mit Liebe zu Amerika verlassen.

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