Ein Land, das Ausländer über Einwanderung entscheiden lässt, entmachtet sich selbst

vor etwa 1 Stunde

Ein Land, das Ausländer über Einwanderung entscheiden lässt, entmachtet sich selbst
Bildquelle: Apollo News

Apollo News hat in einer Exklusiv-Recherche herausgefunden, dass in vielen Ausländerbehörden die weitverbreitete Praxis herrscht, Ausländer in aufenthaltsrechtlichen Angelegenheiten über andere Ausländer entscheiden zu lassen. Allein in Hamburg sind 13 EU-Ausländer und 24 Drittstaatsangehörige tätig, von denen wiederum 14 Sachbearbeiter nicht einmal eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis haben. In der Münchener Servicestelle Zuwanderung und Einbürgerung sind ganze 19 Prozent der Beschäftigten keine Deutschen.

Nicht nur das Ausmaß dieser Praxis überraschte. Auch die Selbstverständlichkeit, mit der viele Behörden ihr Vorgehen gegenüber Apollo News unter Verweis auf bestehende Gesetzeslücken rechtfertigten und darauf verwiesen, dass nur die persönliche und fachliche Qualifikation des Mitarbeiters relevante Einstellungskriterien seien, überraschte. Dass die Möglichkeit eines Interessenkonflikts vielerorts nicht einmal in Erwägung gezogen wird und keinerlei Einschränkungen für diese Mitarbeiter gelten, verblüffte zusätzlich.

Eine aktuelle Recherche der Jungen Freiheit (JF) belegt derweil eindrucksvoll, dass die Zweifel an der Loyalität ausländischer Mitarbeiter, die mit hoheitsrechtlichen Aufgaben des deutschen Staates betraut werden, berechtigt sein können. Demnach soll ein im Dortmunder Migrationsamt tätiger Afghane in mindestens 24 Fällen Reiseausweise und Aufenthaltstitel manipuliert haben, „um anderen Personen aus Afghanistan Einreisen zu ermöglichen“ (Apollo News berichtete).

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