Infektion durch Mücken tötet zwei Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt

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Infektion durch Mücken tötet zwei Mitarbeiter am Flughafen Frankfurt
Bildquelle: Tichys Einblick

630 Jets landen täglich am Flughafen Frankfurt, mehr als 230.000 im Jahr – in einem Flugzeug kamen offenbar auch Anopheles-Mücken nach Deutschland: Die Mücken sorgten am Airport für den Ausbruch der Tropenkrankheit, die sonst fast nur Fernreisende gefährdet. Der erste Todesfall ereignete sich bereits Anfang Juli, die Diagnose wurde erst nach dem Tod des Patienten gestellt.

Der zweite Mitarbeiter starb im August, er hatte in der Flugzeugabfertigung gearbeitet. Die übrigen vier Infizierten wurden stationär behandelt und sind inzwischen außer Lebensgefahr. Die infizierten sechs Männer arbeiteten in unterschiedlichen Berufen und Bereichen des Flughafens, Passagiere sollen nicht betroffen sein. Behördliche Blutanalysen sollen klären, ob eine einzelne Mücke oder mehrere Insekten die Erreger übertrugen, berichtet dazu die BBC.

Bereits Mitte Juli hatte das RKI im Epidemiologischen Bulletin vier Erkrankungen dokumentiert. Die Betroffenen erkrankten zwischen dem 4. und 6. Juli. Das Institut geht von einer importierten, infizierten Anopheles-Mücke aus, auch Sumpf- oder Fiebermücke genannt. Britische Medien berichten zudem von dem Verdacht auf Anopheles stephensi. Nachgewiesen wurde der Erreger Plasmodium falciparum. In Deutschland betrifft Malaria sonst „fast ausschließlich Fernreisende“, die sich in Übertragungsgebieten infiziert haben. Fälle von Flughafenmalaria sind selten: Der letzte dokumentierte Fall in Deutschland stammt ebenfalls vom Frankfurter Flughafen aus dem Jahr 2023. Genau diese Seltenheit kann tödlich enden: Fehlt eine Reiseanamnese, denken Ärzte oft zu spät an Malaria. Eine verspätete Diagnose erhöht das Risiko eines schweren Verlaufs.

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