NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt zieht am Freitag bei NIUS Live ein vernichtendes Fazit des Bürgerdialogs von Bundeskanzler Friedrich Merz bei RTL. Für Reichelt zeigt der Auftritt erneut, dass Merz mit der direkten Konfrontation mit Bürgern völlig überfordert ist. Wenn dies ein Kanzler nicht könne, dann bliebe laut Reichelt nur ein Fazit: „Er sollte uns alle erlösen.“
Reichelt geht mit dem jüngsten Auftritt von Friedrich Merz am Donnerstag bei RTL hart ins Gericht: „Er kommt nicht sympathisch rüber, er kommt nicht empathisch rüber, er wirkt herablassend, er wirkt hochnäsig.“ Nach anderthalb Jahren des kommunikativen Desasters hätte der Kanzler dies eigentlich irgendwie wissen oder verstanden haben müssen, dass ihm der spontane Dialog mit normalen Menschen einfach nicht liegt.
Besonders deutlich wurde das laut Reichelt im Streit mit einer alleinerziehenden Kinderärztin. Merz erklärte ihr, sie sei als Ärztin „Nutznießer“ des Gesundheitssystems und könne ohne dieses System nicht leben. Für den NIUS-Chefredakteur ist das ein kommunikativer Totalausfall: „Du kannst doch als Bundeskanzler nicht eine alleinerziehende Kinderärztin, die jeden Tag hart arbeitet, zurechtweisen, sie sei Nutznießerin des Systems, und ohne das System könnte sie nicht leben.“
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