Die Preisanstiege beim Gas eskalieren, und parallel dazu ist der Füllstand der heimischen Speicheranlagen erschreckend niedrig – die Bundesrepublik steuert damit nicht nur auf einen teuren Winter zu, sondern auch auf einen Winter voller Ungewissheit. Steht eine Gasmangellage unmittelbar bevor?
Die Situation ist mehr als nur bedrückend. Am niederländischen Handelspunkt TTF, dem Referenzmarkt für europäisches Erdgas, kosten die Terminkontrakte derzeit rund 68 Euro je Megawattstunde (Stand: 27. August) und damit so viel wie zu keinem Zeitpunkt seit dem Ende der Energiekrise, genauer gesagt seit Januar 2023. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (August 2025) waren es noch 31,56 Euro je Megawattstunde. Auch zum Jahreswechsel – am 31. Januar 2025 – war eine Megawattstunde noch für rund 28 Euro und damit für weniger als die Hälfte des aktuellen Preises zu haben.
Hintergrund hierfür ist nicht zuletzt die Eskalation des Iran-Konflikts, mit der die Schließung der Straße von Hormus einherging. Über die wichtige Meerenge im Persischen Golf laufen rund 20 Prozent der weltweiten Transporte von Flüssigerdgas (LNG) sowie Erdöl. Die Folgen sind Engpässe auf den globalen Märkten, die wiederum die Preise treiben.
🔴 LIVESTREAM von OE24.TV














