Der konservative Kandidat Abelardo de la Espriella hat vermutlich die Stichwahl der Präsidentschaftswahl in Kolumbien äußerst knapp gewonnen. Nach dem vorläufigen Auszählungsstand erreicht er 49,66 Prozent (12.957.471 Stimmen), sein linker Konkurrent Iván Cepeda kommt auf 48,70 Prozent (12.707.570 Stimmen). Der Vorsprung beträgt rund 250.000 Stimmen bei 99,98 Prozent ausgezählten Stimmen. Das endgültige Ergebnis steht jedoch noch aus, da nur das offizielle Prüfungsverfahren rechtlich verbindlich ist.
De la Espriella erklärte sich bereits zum Sieger und versprach eine demokratische Regierung, die Institutionen, Parlament und Gerichte respektiere. Er sprach von einer „neuen Ära“ für ein großes, sicheres und wohlhabendes Kolumbien.
Der scheidende kommunistische Präsident Gustavo Petro verweigerte dagegen die Anerkennung des Ergebnisses und verwies darauf, dass erst die offizielle Auszählung den Sieger bestimme. Gleichzeitig sprach er von einem „in zwei Hälften gespaltenen Land“ und von ausländischer Einflussnahme. Das sind die üblichen Erklärungen, wenn extrem Linke abgewählt werden. Wahlen sind nach Ansicht von Linken nur dann fair, wenn sie selbst gewinnen. Verlieren sie jedoch, waren die Wahlen manipuliert und von finsteren ausländischen Mächten beeinflusst worden. Man kennt das aus EU-Europa.
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