Jeans sind das ultimative Symbol des Kapitalismus. Gut, Jeans und Coca-Cola. Aber Jeans noch mehr. Wenn man den Kapitalismus attackieren will, dann ist es nicht unsinnig, bei den Jeans anzufangen.
Die NGO „Circular Berlin“ ist auf die irgendwie originelle Idee gekommen, das Flicken alter Jeans staatlich subventionieren zu lassen. Kein Schreibfehler. Wenn man seine Hosen bei einer der am Programm teilnehmenden Schneidereien ausbessern lässt, wird die Hälfte von der NGO bezahlt.
Die wiederum finanziert ihre Wohltaten, man hat es geahnt, aus Fördermitteln der EU. Das Ganze sei ein Versuchsprojekt zur „Kreislaufwirtschaft“.
„Kreislaufwirtschaft“ ist für Kapitalismusfeinde ungefähr das, was „Antizionismus“ für Judenhasser ist: eine beschönigende Umschreibung.
Die weit überwiegend von Frauen geführte NGO will „die ganze Stadt zur Kreislaufwirtschaft machen“. Das schreibt der „Tagesspiegel“. Die Zeitung hat übrigens selbst ein eher gespaltenes Verhältnis zur Marktwirtschaft, denn sie ist schon lange und chronisch defizitär. Aber das nur am Rande.
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