Der demografische Wandel, ausgeweitete Leistungen und ein Bund, der seine Corona-Schulden nicht bezahlt, setzen die Pflegekassen unter gewaltigen finanziellen Druck. Die Unterfinanzierung weitet sich immer weiter aus.
Nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes besteht aktuell ein Halbjahresdefizit von 770 Millionen Euro. Bis zum Jahresende werden wohl weitere 500 Millionen Euro fehlen, sodass sich letztlich ein Defizit in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro ergibt. Das allerdings nur, weil der Bund bereits ein Darlehen von 3,2 Milliarden Euro ausgezahlt hat. Ohne diese Stütze läge das „ehrliche Ergebnis“ dem Spitzenverband zufolge bei minus 4,4 Milliarden Euro.
Die Folgen: Schon bald könnte das Geld fehlen, um die Pflegeleistungen zu entrichten. Verbandschef Oliver Blatt fand in einer Stellungnahme am Montag klare Worte: „Im Oktober werden die Einnahmen nicht mehr reichen, um die Pflegeleistungen voll zu finanzieren.“
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