Deutschlands Krise offenbart eine kuriose Ungleichzeitigkeit. Aus Sicht der Funktionärswelt scheinen jene, die unter dem Transformationsdesaster leiden, ihre Jobs verloren haben oder gegen die Inflation kämpfen, Wesen aus der Zukunft zu sein.
Politiker, Gewerkschafter und Wirtschaftsvertreter reiben sich verwundert die Augen: Wie ist es möglich, dass die Zahl der Insolvenzen steigt, wo doch die Ökonomie mit Billigkredit und einem Fördermittel-Tsunami geflutet wurde?
Dieser Gedanke gilt erst recht für die Profiteure der unterschiedlichen Subventionssektoren dieses Landes, deren Zahl beinahe exponentiell wächst und deren Raubzug durch die Fördermittelrepublik mit der sich anbahnenden Staatsschuldenkrise korrespondiert.
Wie seltsam muss sich der flüchtige Kontakt mit der Realität in den deutschen Betrieben anfühlen, die von überhöhten Arbeitskosten, unerschwinglicher Energie und Überbürokratisierung berichten? Für Funktionäre wie den IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis oder Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Olaf Lies dürften die im Stakkato vorgetragenen schlechten Nachrichten vom Arbeitsmarkt seltsam klingen, von Volkswagen gar nicht zu reden.
Wie kann es sein, dass die vom Staat zentral geplante grüne Kunstökonomie wachsende Subventionen für sich beansprucht, während die reale Wirtschaft in Siechtum verfallen ist? Geheimnisvolle Welt der Ökonomie!
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