Die nach ihrer Flucht aus Deutschland im April in Tschechien verhaftete rechte Aktivistin Marla Svenja Liebich ist an Deutschland ausgeliefert worden. Die 55-Jährige, die einmal ein Mann war, soll vorerst im Frauengefängnis in Chemnitz unterkommen.
Die tschechische Polizei hatte am Mittwoch (15. Juli) auf der Plattform X die Überstellung Liebichs an die deutschen Behörden mitgeteilt. Der leitende Oberstaatsanwalt der in Deutschland zuständigen Staatsanwaltschaft Halle/Saale, Dennis Cernota, bestätigte, dass Liebich von der Ländergrenze in das Frauengefängnis in Chemnitz gebracht wurde. Bei der Ankunft in der JVA habe sie „voll kooperiert“.
Die 55-Jährige soll eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren absitzen. Im Juli 2023 hatte das Amtsgericht Halle die rechte Aktivistin – damals als Mann mit dem Vornamen Sven – wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung verurteilt. Ursprünglich sollte Liebich ihre Strafe schon Ende August 2025 antreten, entzog sich dem jedoch durch Flucht.
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