Wann kommt er denn nun endlich? Fußball-Deutschland will Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer. Doch die Vertragsgespräche ziehen sich wie Fäden im Käsefondue. Das liegt aber nicht am deutschen Erfolgscoach – und auch nicht an seinem derzeitigen Arbeitgeber Red Bull.
Es liegt am DFB.
Die Verbandsfunktionäre aus Frankfurt, allen voran Präsident Bernd Neuendorf, stehen vor dem ehemaligen Welttrainer Klopp und vor dem Weltkonzern Red Bull wie Dorfbürgermeister vor einem startenden Space Shuttle: beeindruckt, misstrauisch und vor allem überfordert. Offiziell verhandelt der DFB mit dem gebürtigen Stuttgarter und mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Tatsächlich verhandelt der DFB vor allem mit sich selbst.
Dem Verband fehlt es nicht an Geld, sondern an Mut.
Jürgen Klopp steht noch bis 2029 als „Global Head of Soccer“ beim Getränke-Multi unter Vertrag. In dieser Rolle koordiniert er als strategischer Leiter die Spielphilosophie, das Scouting (Talentsuche) und die Trainerausbildung in der gesamten Red-Bull-Gruppe.
Dazu gehören:
Deshalb braucht der DFB die Freigabe von Red-Bull-Konzernchef Oliver Mintzlaff, denn Klopp hat bei dem Unternehmen nun mal ein gültiges Arbeitspapier. In der kapitalistischen Welt des Profifußballs löst man eine solche Misere in der Regel durch die Zahlung einer Ablösesumme.
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