Das gab es noch nie: In Monaco trafen sich Benedetto Vigna (Ferrari) und Ola Källenius (Mercedes) zum historischen Doppel-Interview mit der Welt. Die Chefs der beiden Autolegenden richten eine klare Botschaft nach Brüssel: Der E-Auto-Zwang schade dem Klima.
Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Bosse von Ferrari und Mercedes gemeinsam vor die Presse treten. Beim Formel-1-Rennen in Monaco warnten beide vor den Folgen einer zu starren EU-Regulierung in der Automobilindustrie.
Mercedes-Chef Ola Källenius bringt das Problem auf den Punkt: „Wenn der Staat zu absolutistisch vorgibt, was der Kunde kaufen soll, schrumpft der Markt.“ Wenn die EU einen Prozentsatz von Elektroautos vorschreibe, könne man das zwar auch liefern, aber „wenn 30 Prozent der Kunden lieber ein Hybridfahrzeug wollen, kaufen sie erst mal gar nichts Neues – der Markt bricht ein, der CO2-Effekt ist negativ, weil der Fahrzeugbestand altert“, so Källenius.
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