Der Energiekonzern Eon hat sich mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zusammengeschlossen und kämpft gegen die Reform des Heizungsgesetzes. Brisant ist dabei nicht nur, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor ihrer Rückkehr in die Politik bei dessen Tochterfirma Westenergie arbeitete. Die Verbindung des Energiekonzerns mit der Umwelthilfe überraschte die Branche auch, weil die DUH gerade ein Gerichtsverfahren gegen Eon führt, wie das Handelsblatt berichtet.
Im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz wird unter anderem die Pflicht, Heizungen mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie zu betreiben, durch Quotenregelung zur Beimischung von „sauberen“ Energieträgern ersetzt. Laut dem Gesetzesentwurf sollen auch Gas- und Ölheizungen weiter eingebaut werden können. Allerdings sieht eine „Biogas“-Treppe vor, dass ab 2029 diesen Heizungen zehn Prozent Bioöl beziehungsweise Biogas beigemischt werden sollen. Dieser Anteil an Bioheizstoffen soll bis 2040 über mehrere Stufen auf 60 Prozent steigen.
„Eine Grüngasquote (GGQ) im Gebäudesektor wäre ein Irrweg für die Wärmewende“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme, die neben Eon und der DUH auch von EWE, dem NABU, dem Unternehmen Octopus Energy, thermondo sowie weiteren unterzeichnet wurde. Die Unternehmen und Organisationen fordern, dass Biomethan und Bioöl lieber in der Chemieindustrie eingesetzt werden sollen, wo bei manchen Prozessen keine Elektrifizierung möglich sei.
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