Die Preise an Deutschlands Zapfsäulen kennen seit der Aufhebung des Tankrabatts Ende Juni wieder nur eine Richtung – und zwar nach oben. Preise jenseits der Zwei-Euro-Marke sind im August die Regel: Super kostete am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 2,28 Euro. Diesel notierte bei 2,25 Euro (mehr dazu und zu den Gründen für die politisch induzierte Preisspirale hier). Doch diese Preise dürften noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein.
Prognosen gehen inzwischen davon aus, dass die Literpreise für Benzin und insbesondere für Diesel mittelfristig weiter stark steigen werden – womöglich sogar über die Marke von drei Euro. Dafür sind maßgeblich die Besteuerung und die steigenden CO2-Abgaben verantwortlich. Doch auch weitere Faktoren befeuern den rasanten Preisanstieg.
Die wohl konkreteste Warnung kommt derzeit aus Italien. Michele Marsiglia, Präsident des Öl- und Gasverbands FederPetroli Italia, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Adnkronos, der Dieselpreis könne binnen weniger Monate auf bis zu drei Euro je Liter steigen, sollte die Krise im Nahen Osten anhalten und die Straße von Hormus blockiert bleiben: „Wenn es so weitergeht, könnte es innerhalb weniger Monate zu einer dramatischen Veränderung kommen.“
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