„Die Polizei ermittelt meistens gar nicht wegen Brandstiftung, sondern wegen Sachbeschädigung, wenn zum Beispiel jemand ein Buch angekokelt hat.“ Mit diesen Worten verharmlost Ciara Cesaro-Tadic auf Instagram das Anzünden von Bibeln oder Gesangbüchern in Kirchen.
Der vollständige Beitrag der Sendung Rabbit Hole – ein YouTube-Format der Tagesschau, produziert vom NDR – will widerlegen, dass christenfeindliche Anschläge in Deutschland zunehmen. Cesaro-Tadic geht darin der Frage nach, ob es stimmt, dass in Deutschland „reihenweise Kirchen angezündet“ werden. Diese Behauptung ist eine Erfindung ihrerseits, die sie Kritikern von Christenfeindlichkeit in den Mund legt. Von Beginn an ist also klar, wohin das Kaninchen läuft: Die Macher konstruieren selbst den Sachverhalt, den sie als Fake News entlarven wollen. Ein sogenannter „Strawman“.
OIDAC ist die einzige zivilgesellschaftliche Institution, die systematisch danach fragt, in welcher Form Christen in Europa aufgrund ihres Glaubens Nachteile erfahren, Opfer von Diskriminierung und Gewalt werden. Seit über zehn Jahren trägt die Organisation offiziell Daten zum Hate Crime Report des Büros für demokratische Institutionen und Menschenrechte (BDIMR, englisch: ODIHR) bei. Dies ist eine Einrichtung der OSZE.
Als „umstritten“ kann man das Observatory also schwerlich bezeichnen. Deshalb wird es vom ÖRR mit einem neuen Marker für redaktionelles Missfallen versehen: Es handle sich um eine „selbsternannte“ Beobachtungsstelle.
OIDAC berücksichtigt Daten aus Polizeistatistiken und Meldungen aus der Zivilgesellschaft, zum Beispiel aus Lokalzeitungen – einige der wenigen Quellen, aus denen man von zerstörten Wegkreuzen und beschmierten Kapellen erfährt. Cesaro-Tadic betont, diese Daten seien „selbst gesammelt“, mit dem skurrilen Subtext, dass dies problematisch sei.
Bundestag u.a. zu Reform der Einkommensteuer & Linksextremismus | 08.10.26











