Nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Präsidenten des Landtages von Sachsen-Anhalt mutmaßlich mit Stimmen auch aus der CDU läuft in der Union eine Hexenjagd auf mögliche Abweichler. Der Ruf nach Parteiausschluss-Verfahren wird laut.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Magdeburger Landtag, der geschäftsführende Ministerpräsident Sven Schulze, kann sich allerdings weiterhin nicht erklären, von wem aus seiner nur noch 15-köpfigen Faktion die in Rede stehenden vier zusätzlichen Ja-Stimmen für den AfD-Kandidaten Rausch gekommen sein könnten.
Dennis Radtke, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), hat die umgehende Einleitung von Parteiausschlussverfahren verlangt, sollte sich der Verdacht erhärten, dass CDU-Parlamentarier Tobias Rausch (AfD) in das Amt des Landtagspräsidenten verholfen haben. Radtke erklärte: „Sollte sich herausstellen, dass CDU-Abgeordnete den AfD-Kandidaten zum Landtagspräsidenten gewählt haben, erwarte ich, dass die Partei gegen sie ein Parteiausschlussverfahren einleitet.“
Bundestag u.a. zu Reform der Einkommensteuer & Linksextremismus | 08.10.26











