Immer mehr Ausländer, die einen Antrag auf Asyl oder Flüchtlingsschutz gestellt haben und abgelehnt wurden, klagen gegen ihre Ablehnung. Fast 90 Prozent aller abgelehnten Bescheide landen vor dem Verwaltungsgericht. 2025 waren es noch 52 Prozent und 2024 nur 34,2 Prozent. Diesen Befund teilte die Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mit.
Demnach waren Mitte August bundesweit 196.315 Asylklagen anhängig. Mitte Januar lag die Zahl noch bei 191.566. Für die Entscheidung über eine einzige Klage benötigten die Richter im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich sagenhafte 15,3 Monate – einen Monat mehr als im vergangenen Jahr.
Die Verwaltungsgerichte sind vollkommen überlastet. In Bayern waren sie im vergangenen Juli zu 45 Prozent mit Asylverfahren beschäftigt. In den anderen Bundesländern sieht es nicht viel besser aus. Überall verzögert die hohe Zahl der Asylklagen andere wichtige Verfahren, vor allem im Baubereich bleiben Streitigkeiten jahrelang unentschieden.
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