Auch in Berlin werden die Menschen zunehmend unzufrieden damit, wie die Demokratie praktisch umgesetzt wird. Das geht aus dem Berlin-Monitor 2025 hervor, der am Montag vorgestellt wurde. Demnach sind 86 Prozent der Ansicht, dass die Demokratie das politische System ist, das am besten zu Deutschland passe. Diese theoretische Befürwortung stellt ebenfalls einen neuen Tiefstwert dar, auch wenn die Zustimmung immer noch sehr hoch ist. 2021 stimmten noch 92 Prozent der Aussage zu.
„Ich bin mit der Demokratie, wie sie in der Bundesrepublik Deutschland existiert, alles in allem zufrieden.” Dieser Aussage stimmten von den knapp 2.000 Befragten lediglich 62 Prozent zu. Vor fünf Jahren befürworteten 70 Prozent diese Aussage. Die zurückgegangene Zufriedenheit führen die Studienautoren auch darauf zurück, dass Menschen das Gefühl hätten, nichts mehr bewirken zu können. 57 Prozent sind der Ansicht, dass man Politikern nicht mehr vertrauen könne. Knapp die Hälfte ist der Meinung, dass sie politisch nichts bewirken könne. 57 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Politiker nur auf Wählerstimmen aus seien und sich nicht für den Willen der Bürger interessierten.
Die Umfrage wurde erstmals 2019 erhoben. Gefördert wird der Berlin-Monitor von der Landesstelle für Gleichbehandlung und der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales. Er widmet sich in einem Artikel auch dem Thema „Geschlechterdemokratie”. Das heißt, ob die Leute Maßnahmen wie das Selbstbestimmungsgesetz und eine zunehmende Liberalisierung bei „LGBT“-Themen unterstützen.
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