„Distanzierung kann ich nicht liefern“: Widersetzen-Sprecher sieht Verantwortung für Gewalt bei Apollo News-Reportern

vor etwa 2 Stunden

„Distanzierung kann ich nicht liefern“: Widersetzen-Sprecher sieht Verantwortung für Gewalt bei Apollo News-Reportern
Bildquelle: Apollo News

Nach den Angriffen auf Journalisten am Rande der Anti-AfD-Proteste in Erfurt verweigert ein Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“ weiterhin jede Distanzierung. In einem Interview mit dem Stern erklärte Suraj Mailitafi, der auch kommunalpolitisch als Mitglied des Stadtrats Bersenbrück für die Grünen aktiv ist, warum er die Gewalt gegen Reporter von Apollo News nicht verurteilen will.

Im Stern-Interview wurde Mailitafi direkt gefragt, wie er es bezeichnen würde, „wenn Reporter geschlagen und einem gegen den Kopf getreten wird“. Seine Antwort: „Wir haben vorab klar gesagt, dass wir mit Vertretern von Nius und Apollo News nicht sprechen werden, aber auch zur Deeskalation aufgerufen.“ Dann erklärte er: „Das sind keine Journalisten, sondern rechte Provokateure.“

Mailitafi warf den Reportern vor, sie seien „mit der Absicht gekommen, zu provozieren und diese Bilder zu erzeugen, um sie danach propagandistisch auszuschlachten“. Auf die Frage, warum es ihm so schwerfalle, sich klar von Gewalt zu distanzieren, sagte der „Widersetzen“-Sprecher: „Der Fall ist komplizierter.“ Die Verantwortung für den Angriff sieht er also klar bei den Angegriffenen.

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