Kurz vor seinem angekündigten Rückzug ist eine weitere offenbar falsche Angabe des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Kai Wegner, zum Stromausfall Anfang Januar bekannt geworden. Bundeskanzler Friedrich Merz soll während des mehrtägigen Blackouts weder persönlich noch telefonisch mit Wegner gesprochen haben. Das berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf ein Schreiben des Bundeskanzleramts.
In dem Schreiben, das der Zeitung am Freitagmittag in einem laufenden Rechtsstreit vor dem Berliner Verwaltungsgericht übermittelt wurde, heißt es, „soweit feststellbar“ habe Merz während der Dauer des Stromausfalls kein persönliches Gespräch mit Wegner geführt – weder in Anwesenheit noch telefonisch.
Die Auskunft widerspricht den bisherigen Angaben der Berliner Senatskanzlei. Demnach soll Wegner am 4. Januar, dem zweiten Tag des Stromausfalls, mit Merz telefoniert haben. Auch Wegner selbst hatte den Eindruck erweckt, während der Krise mehrfach mit dem Bundeskanzler gesprochen zu haben. In einem am 5. Januar ausgestrahlten RBB-Beitrag erklärte er, am Vortag „einmal mehr“ mit Merz gesprochen zu haben.
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