Am kommenden Wochenende findet der vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS) an der Technischen Universität Berlin (TU) organisierte antikapitalistische Jugendkongress „Take back the future“ statt. Laut Veranstalter werden rund 1.500 Studenten und Schüler erwartet, die über Strategien gegen die AfD, Faschismus und autoritäre Entwicklungen diskutieren wollen.
Doch schon im Vorfeld wird erhebliche Kritik an dem Programm laut. Die TU forderte die Organisatoren am Dienstag deswegen auf, 14 Programmpunkte zu streichen, andernfalls könne der Kongress nicht vollständig auf dem Campus stattfinden. Insgesamt sind mehr als 90 Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops geplant.
Betroffen ist unter anderem ein Vortrag des Soziologen Andreas Kemper mit dem Titel „Björn Höcke – Enthüllung eines Faschisten“. Kemper reagierte am Mittwoch gegenüber der taz mit deutlicher Kritik: „Es wäre eine klare Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, wenn die faschistische Agenda von Björn Höcke nicht als faschistische Agenda bezeichnet werden dürfte“, sagte er der taz. „In meinem Vortrag geht es nicht um eine Diffamierung von Björn Höcke, sondern ich begründe dort, warum Höcke als Faschist interpretiert werden sollte und warum er hinter den Neonazi-Texten von Landolf Ladig steckt“.
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