Der unaufhaltsame Aufstieg der AfD ist längst kein kurzer Ausschlag mehr in den Umfragen. Die Partei ist inzwischen fest im Parteiensystem verankert. Die Altparteien sehen immer älter aus. Die Gründe für den AfD-Boom sind vielfältig, wie eine aktuelle „Handelsblatt“-Analyse vertieft.
Während Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) inzwischen zerknirscht einräumen muss, dass die Eindämmung der unliebsamen Konkurrenz schwieriger ist als gedacht, tönte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer unlängst noch: „Die AfD wird noch in dieser Legislaturperiode zusammenfallen wie ein Soufflé.“ Kanzler Friedrich Merz (CDU) wollte die AfD vor sechs Jahren „halbieren“ – seither hat sie sich verdoppelt!
„Tatsächlich gewinnt die AfD an Zuspruch, weil viele Menschen den etablierten Parteien nicht mehr zutrauen, die Probleme des Landes zu lösen“, schreibt das Düsseldorfer „Handelsblatt“. Der Bochumer Politikwissenschaftler Oliver Lembcke spricht von einer „Protestdynamik“ gegen die Regierung insgesamt. Doch tatsächlich sind die Gründe für den durchschlagenden Erfolg der AfD vielfältiger, wie verschiedene Erhebungen von Meinungsforschungsinstituten zeigen. Das „Handelsblatt“ fasst zusammen: „Aus einer kleinen Protestpartei ist damit eine große politische Kraft geworden.“
Inzwischen kratzt die AfD in den ersten Umfragen bundesweit an der 30-Prozent-Marke. Mehrere Faktoren sind der Analyse zufolge ausschlaggebend:
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