2.400 Euro: Gärtner rechtskräftig verurteilt, weil er Weihnachtsbaum vor Kita aufstellte

vor 8 Tagen

2.400 Euro: Gärtner rechtskräftig verurteilt, weil er Weihnachtsbaum vor Kita aufstellte
Bildquelle: Apollo News

Ein Gärtner ist rechtskräftig verurteilt worden, weil er nachts das Gelände einer Kita betrat, um dort heimlich einen Weihnachtsbaum aufzustellen. Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg hat den Mann verwarnt und eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 80 Euro vorbehalten. Das bedeutet, dass er die 2.400 Euro als Geldstrafe im juristischen Sinne zunächst nicht zahlen muss. Stattdessen soll er laut dpa als Auflage 2.400 Euro an eine Einrichtung für Kinder zahlen.

Im Dezember 2023 hatte sich eine Kita im Hamburger Stadtteil Lokstedt nach eigenen Angaben gemeinsam mit den Kindern dagegen entschieden, einen Weihnachtsbaum aufzustellen. Man wolle keine Kinder ausschließen, die einer anderen Religion angehören. Andere Weihnachtsdekorationen wie Adventskränze habe es dennoch gegeben. Außerdem habe sich die Kita in zehn Jahren nur dreimal dafür entschieden, einen Weihnachtsbaum aufzustellen.

Der Gärtner betrat daraufhin nachts das umzäunte Gelände der Kindertagesstätte, stellte einen Weihnachtsbaum auf und legte Geschenke darunter. Er habe den Kindern etwas Gutes tun wollen, sagte er. Die Kita erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Eine Gerichtssprecherin betonte laut LTO, dass es keine Anzeige gegeben hätte, wenn der Gärtner den Baum vor dem Zaun der Kita aufgestellt hätte. Doch weil er das umzäunte Gelände betrat, machte er sich des Hausfriedensbruchs schuldig.

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