Kleiner, exklusiver und profitabler – das ist die neue Philosophie des Sportwagenbauers Porsche. Dafür setzt er auf extreme Preise, weniger Volumen und Kürzungen im Management. Seit Januar führt der Michael Leiters die Porsche-Geschäfte – über die Säulen seiner neuen Strategie berichtet das Handelsblatt.
Leiters hat eine Porsche AG übernommen, die unter Vorgänger Oliver Blume jahrelang auf Wachstum getrimmt war. Das Unternehmen plante in der Spitze mit 400.000 Autos im Jahr, Werke und Entwicklung wuchsen entsprechend mit. Die Belegschaft ist seit 2015 von gut 25.000 auf mehr als 40.000 Beschäftigte gewachsen. Heute sind deutlich weniger als 300.000 Fahrzeuge Realität.
Statt immer mehr Autos zu verkaufen, soll Porsche künftig an jedem einzelnen deutlich mehr verdienen. „Value over Volume“, heißt das Motto. Inzwischen hat der Autobauer die Preise kräftig angehoben. Allein der Basis-911 ist in diesem Jahrzehnt um fast ein Drittel teurer geworden, Cayenne und Panamera erging es ähnlich. Nun macht Porsche daraus eine Strategie. Und die lautet vor allem: Preise erhöhen. Schon heute kosten die 10.000 teuersten Porsche im Schnitt rund 270.000 Euro pro Stück. Mittelfristig sollen es mehr als 330.000 Euro sein. Den Umsatz mit Kunden-Sonderwünschen will Porsche versechsfachen.
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