Die Zahl derer, die durch Stichwaffen schwer verletzt wurden und anschließend operiert werden mussten, ist in den letzten Jahren um 58 Prozent gestiegen. Das ergibt eine Auswertung des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), die dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt. Untersucht wurde der Zeitraum von 2013 bis 2024.
Der niedrigste Wert wurde 2013 mit 212 Fällen gemessen. Den Höchstwert gab es 2023 mit 382 Schwerverletzten. 2024 gab es 336 Schwerverletzte nach Angriffen mit Stichwaffen. Die Studienautoren betonen, dass nicht alle Stichverletzungen ausgewertet wurden, sondern nur solche, bei denen Personen in Lebensgefahr schwebten oder auf der Intensivstation behandelt werden mussten.
Das bedeutet, dass nicht alle Verletzungen an Armen und Beinen berücksichtigt wurden, auch wenn diese teilweise zu Funktionsbeeinträchtigungen führen können. Zu den Stichwaffen zählen in der Auswertung unter anderem Messer, Schraubendreher und Eispickel. In 72 Prozent der Fälle mussten an den Verletzten dringliche operative Maßnahmen durchgeführt werden, was laut dem Deutschen Ärzteblatt auf Verletzungen lebenswichtiger Körperteile schließen lässt. Tatsächlich wurden oft der Brust- und Bauchraum verletzt, wie die Auswertung zeigt.
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