Politik ist Handeln und Gestalten – CDU-Politik ist, zu erklären, warum man nicht handeln und gestalten kann. Jedenfalls, wenn man Dennis Radtke fragt. Der CDU-Europaabgeordnete sitzt bei Markus Lanz und tut genau das, wenn es um Migration geht. Es ist eine erschreckende Kapitulation.
„Selbst wenn wir jeden illegalen Migranten aus Deutschland abgeschoben haben, wird sich an vielen Stellen im Stadtbild nichts verändern! Die Diskussion habe ich manchmal auch mit meinen eigenen Eltern, die sagen: Wattenscheid sieht aber nicht aus wie früher. Ja, aber Wattenscheid wird nie wieder so aussehen wie in den 70er-, 80er-Jahren. Es wird nicht wieder ein Kino in Wattenscheid geben. Und dass der letzte deutsche Metzger in Wattenscheid zugemacht hat und da jetzt nur noch ein Halal-Metzger ist – daran wird sich auch nichts verändern, wenn wir den letzten illegalen Migranten aus Deutschland abgeschoben haben.“
„Die totale Selbstaufgabe“, beschreibt Markus Lanz die Erklärung Radtkes. „Mich entsetzt das“, sagt der Talkshow-Host, der mal wieder aus allen Wolken zu fallen scheint. Dabei ist Radtke, vom linken Flügel der CDU kommend, nur konsequent – es ist Merkels „Nun sind sie halt da“ zu Ende gedacht.
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