Die NGO EcoHealth Alliance betrieb in Wuhan eine Gain-of-Function-Forschung, aus der SARS-CoV-2 hervorgegangen sein könnte, gefördert vom amerikanischen Forschungsinstitut für Infektionskrankheiten NIAID. Wer die interne Kommunikation der Gesundheitsbeamten und NGO-Mitarbeiter liest, gewinnt den Eindruck, dass für sie tatsächlich nicht genau feststand, dass sie den Laborunfall verschuldeten. Vertuschen wollten sie allerdings durchaus etwas: nämlich das hohe Maß an Plausibilität für einen solchen selbst verschuldeten Laborunfall.
Nun hat sich Faucis enger Berater David Morens schuldig bekannt, Teil einer Verschwörung gewesen zu sein, die eben diesem Zwecke diente. Das Grundproblem, die Wurzel des Übels, liegt aber noch tiefer begraben: im Chaos des NGO-Komplexes, in dem staatliche Stellen keinerlei Klarheit und Kontrolle über die von ihnen geförderten Projekte haben, die so ihr unabhängiges Eigenleben entwickeln können.
Im Juni 2020 schenkt „Co-Conspirator 1“, wie er im dokumentierten Geständnis vor dem Bundesgericht in Maryland genannt wird, David Morens zwei Flaschen Wein der Marke „The Prisoner Red Napa Valley“, begleitet von folgender Mitteilung: „Dies ist die erste von hoffentlich einer ganzen Reihe von Dankesbekundungen für deinen Rat, deine Unterstützung und deine Machenschaften hinter den Kulissen in meinem Kampf gegen den Chef deines Chefs, dessen Chef und den obersten Chef auf dem Capitol Hill.“
Der Präsident der EcoHealth Alliance, Peter Daszak, kündigt hier also weitere Gefälligkeiten an, um sich für die „Machenschaften hinter den Kulissen“ zu bedanken, die David Morens im Sinne seiner NGO betrieb. Die saß nämlich ziemlich in der Tinte, hat sie doch Gain-of-Function-Forschung mit Fledermaus-Coronaviren in Wuhan betrieben. Das hatte sie dem begründeten Verdacht ausgesetzt, ihre Forschung könnte etwas mit SARS-CoV-2 zu tun haben, und schließlich dafür gesorgt, dass ihre Finanzierung aus öffentlicher Hand eingestellt worden ist.
Peter Daszak, langjähriger Präsident von EcoHealth Alliance
Dies wollte der Chef der New Yorker NGO nun aber überhaupt nicht nachvollziehen, weshalb er in den Kampfmodus schaltete: „gegen den Chef [Francis Collins] deines Chefs [Anthony Fauci], dessen Chef [Alex Azar] und den obersten Chef auf dem Capitol Hill [Donald Trump]“. Kaum jemand dürfte in Corona-Fragen seinerzeit mehr Dreck am Stecken gehabt haben als die EcoHealth Alliance, doch als ihr der Geldhahn zugedreht wurde, projizierte ihr Präsident seine Rachsucht auf die andere Seite und spielte sich dabei als Opfer auf, ein Modus, der die eigene kriminelle Energie erst so richtig entfacht.
Denn so sieht Vorsatz aus: „Es erfordert Mut und Einsatzbereitschaft, angesichts deiner Position und des rachsüchtigen Wesens der Regierung das zu tun, was du getan hast. Dafür bin ich dir ewig dankbar und hoffe, mich eines Tages revanchieren zu können. Bis dahin … Prost!“, so das Ende der Nachricht.
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