Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt hat inzwischen seine eigene fahrende Begleiterscheinung. Wo die AfD auftritt, soll nach dem Willen des linksradikalen Zentrums für Politische Schönheit möglichst auch der „Adenauer SRP+“ auftauchen.
Die umstrittene Aktivistengruppe bezeichnet ihren schwer umgebauten Bus selbst als „mobile Brandmauer“. Am Montag führte die Tour dann nach Oschersleben, wo AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund einen Wahlkampftermin absolvierte. Dort verlief die Inszenierung allerdings anders als vorgesehen.
Noch vor Beginn der Veranstaltung war der „Adenauer SRP+“ vor Ort. In einem zeitgleichen Hinweis auf einen Livestream hieß es, der Bus blockiere gerade den Eingang. Auf den anschließend verbreiteten Videoaufnahmen ist zu sehen, wie Besucher ihren Unmut über die Aktion lautstark äußern und ihrerseits den Bus blockieren. Man sieht Aufnahmen, in denen der „Adenauer SRP+“ nicht dauerhaft vor der Veranstaltung bleibt, sondern schließlich den Rückwärtsgang einlegt und davonfährt. Aus der angekündigten politischen Intervention wird ein ausgesprochen kurzer Besuch. Man sieht, wie Menschen ihm fröhlich hinterherwinken.
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