Christina Schneider ist für die Christdemokraten Landwirtschaftsministerin in Rheinland-Pfalz. Dort setzt sie sich vor allem für regional produzierte Lebensmittel ein, die natürlich einen gewissen Preis haben. Dass diese in ihrer Wahrnehmung von zu wenigen Menschen gekauft werden, grämt die Politikerin. Die günstigeren Alternativen seien zu billig und das „leider schon seit Jahren“, behauptet Schneider.
Ihre abenteuerliche These: „Wenn Lebensmittel zu günstig sind, dann geht diese Wertschätzung auch verloren“. Deutsche Lebensmittel seien im Vergleich zu einigen Nachbarländern wie Frankreich einfach zu günstig. Es sind Sätze, denen so mancher vielleicht auf den den ersten Blick zustimmen würde. Wer stellt sich schon gerne gegen regional produzierte Produkte? Wer gibt gerne zu, dass er beim Einkauf vor allem auf den Preis schaut?
Es sind aber auch Sätze, die entlarven, dass die CDU-Ministerin nicht begriffen hat, dass günstige Lebensmittel ein Wert an sich sind. Regional Produziertes schön und gut, aber Millionen Menschen können oder wollen sich das eben nicht leisten, müssen sparen oder möchten ihr Geld lieber in anderen Bereichen ausgeben. Die gigantische Vielfalt zu erschwinglichen Preisen ist deshalb ein wahr gewordener Menschheitstraum, der Wertschätzung verdient
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