Als „grumpy Old Man“ hat man ihn gegen Ende seiner Zeit bei den Holtzbrinck-Blättern DIE ZEIT und Tagesspiegel intern gehandelt. Aus dem eleganten Zeitgeistbeschreiber wurde ein Kritiker der Zeitläufe. Nach vielen konsumierbaren Zeitbetrachtungen hat er im selben Stil, aber mit pointiertem Inhalt die „Gelenkte Demokratie“ vorgelegt. Es ist zwingend.
Wenn man ein Buch liest, um darüber eine Besprechung zu schreiben, braucht man einen Bleistift. Man will sich die wichtigsten, die prägnantesten Sätze anstreichen, um sie zu zitieren. Bei weniger eindrucksvollen Büchern nimmt man kleine Klebezettel. Als Erinnerungs-Grabstein. Bei Martenstein braucht man beides. Erst unterstreicht man, dann klebt man bunte Zettelchen dran, weil man feststellt: Fast das ganze Buch ist unterstrichen.
Die woke Linke ist für ihn „der Vorgesetzte, der auf jedes falsche Wort am liebsten mit Kündigung reagieren würde“. „Sie will also das, was alle Despoten wollten: Ihr Wort soll im Streitfall das letzte Wort sein. Sie ist eine Gefahr für die Demokratie und zwar eine der größten, die es seit 1945 in Deutschland gegeben hat, jedenfalls im Westen Deutschlands.“
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