Der Bund will im kommenden Jahr erneut Milliarden an Schulden aufnehmen – und damit wächst auch die Zinslast kräftig. Während eine Wirtschaftsweise vor dringend nötigen Reformen warnt, gerät nun auch Deutschlands Top-Bonität unter Druck: Die US-Ratingagentur Standard & Poor’s hält eine Herabstufung bei anhaltend schwachem Wachstum für möglich, wie Bild berichtet.
Satte 629 Milliarden Euro will die Bundesregierung im kommenden Jahr ausgeben, etwa 196,5 Milliarden Euro davon sind neue Schulden – also rund ein Drittel des gesamten Etats. Damit steigt auch die Zinslast weiter. In diesem Jahr muss Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) dafür noch rund 30 Milliarden Euro einplanen, im kommenden Jahr sind es bereits 42 Milliarden Euro.
Bis 2030 soll die Zinslast sogar auf rund 81 Milliarden Euro steigen. Das ist ein massiver Anstieg im Vergleich zu den vergangenen Jahren: 2021 waren noch rund vier Milliarden Euro für Zinsen vorgesehen. Damit würden sich die jährlichen Kosten für die Staatsschulden innerhalb von nur neun Jahren etwa verzwanzigfachen.
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