Unter den Zehntausenden Invasoren, die am 30. und 31. Juli aus Marokko in die spanische Exklave Ceuta eindrangen, hat die Nationalpolizei mehrere Männer mit jihadistischer Vergangenheit identifiziert. Nach einem Bericht der spanischen Zeitung ABC befinden sich darunter Personen, die bereits wegen der Rekrutierung von Kämpfern für den Islamischen Staat verurteilt worden waren.
Mehrere dieser Männer haben ihre Haftstrafen inzwischen vollständig verbüßt. Da gegen sie keine aktuelle richterliche Fahndungs- oder Haftanordnung vorliegt, konnten die Beamten ihre Personalien lediglich erfassen und an die zuständigen Nachrichtendienste weitergeben.
Besonders brisant ist der Fall eines Mannes, der nach Angaben der Polizei Soldaten für den Islamischen Staat angeworben haben soll. Er war in Syrien als Unterstützer der Terrororganisation festgestellt und später zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt worden. Nach Verbüßung seiner Strafe bestand in Spanien keine Rechtsgrundlage für eine sofortige erneute Festnahme. Die Polizei nahm deshalb auch die Daten seiner Begleiter auf.
Unter den Ende Juli eingedrungenen Invasoren fanden die Behörden laut ABC außerdem Personen mit früheren Verurteilungen wegen Verherrlichung des Terrorismus. Ihnen wurde die Verbreitung jihadistischer Propaganda zur Last gelegt.
Die spanische Polizeigewerkschaft SUP teilte am 1. September mit, bislang seien mehr als zehn Personen mit Einträgen oder Warnhinweisen im Zusammenhang mit jihadistischer Radikalisierung festgestellt worden. Die Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen. Bereits am 4. August hatte die Gewerkschaft schärfere Kontrollen verlangt und ausdrücklich von einer Frage der nationalen Sicherheit gesprochen.
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