„War ein Fehler“: Verkehrsminister Bilger kritisiert Verbrenner-Verbot

vor etwa 2 Stunden

„War ein Fehler“: Verkehrsminister Bilger kritisiert Verbrenner-Verbot
Bildquelle: Apollo News

CDU-Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat im Interview mit der Welt das Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 kritisiert. „Es besteht ein immer größerer Konsens darüber, dass das Verbrennerverbot ein großer Fehler war“, sagte Bilger. Laut Bilger soll sich die Bundesregierung darin einig sein, „in Brüssel gemeinsam für eine Rücknahme des Verbots einzutreten“. Deutschland solle auch in Zukunft „Autoland“ bleiben und sei zur Sicherung der heimischen Branche auf Technologieoffenheit angewiesen.

Auch den Vorstoß der EU-Kommission zur Lockerung der CO₂-Vorgaben für Neuwagen kritisierte Bilger. Die Kommission hatte im Dezember 2025 vorgeschlagen, den vorgeschriebenen Rückgang des CO₂-Ausstoßes neuer Fahrzeugflotten ab 2035 von 100 auf 90 Prozent zu senken. Die verbleibenden Emissionen sollen die Hersteller durch Gutschriften für nachhaltige Kraftstoffe oder CO₂-armen Stahl aus der EU ausgleichen können. Bilger hält die Lockerung für unzureichend.

„Wenn man sich politisch einig ist, dass das Verbot keinen Sinn ergibt, muss man es auch konsequent abschaffen und nicht etwas vorschlagen, was einem Verbot gleichkommt. Das gilt für Pkw wie für Lkw“, sagte Bilger. Kurioserweise fordert er jedoch nicht die vollständige Abschaffung entsprechender Flottenziele, sondern lediglich eine geringfügige Reduktion auf 80 Prozent. Dabei verweist er auf die Mehrheitsmeinung innerhalb der EVP, zu der auch die Union gehört.

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