Türkische Gangster überschwemmen Europa mit Schusswaffen

vor 7 Monaten

Türkische Gangster überschwemmen Europa mit Schusswaffen
Bildquelle: Tichys Einblick

Sie sind die neue Generation der Mafia in der Türkei. Wo die alten Mafiosi vom ethnischen Standpunkt türkisch oder auch lazisch geprägt waren, häufig aus der Schwarzmeerregion stammten und eine annähernd nationalistische Einstellung vertraten, stammen die neuen Banden oft aus dem Südosten des Landes und aus einer der ethnischen Minderheiten (Kurden, Zaza, Araber). Die größten der jungen Gen-Z-Banden scheinen kurdisch geprägt zu sein. Das geht mit einer rebellischen Einstellung gegenüber dem türkischen Staat einher. Sie haben, so heißt es, „kein Interesse an Staatsloyalität“, sind „vollkommen unkontrollierte Strukturen“. Eine Mafia der staatsfreundlichen Gentleman-Ganoven – mit guten Kontakten zu Polizei und anderen Behörden – wird damit anscheinend durch echte Gang- und Bandenkriminalität abgelöst, mit Revierkämpfen und normalisierten Angriffen auf Polizisten.

Das bekommt man auch im Ausland zu spüren. Im Mai 2025 wurden griechische Geheimdienstler bei der Beschattung beschossen. Die türkischen Gangster hielten absichtlich an einer Tankstelle in Thermi bei Thessaloniki und verifizierten so, dass sie verfolgt wurden. Schüsse auf das Agentenauto folgten (Kathimerini, 29. Mai 2025). Die Täter waren Mitglieder der Bande namens Daltons oder Daltonlar. Später wurden sechs türkische Staatsbürger festgenommen, auch sie mutmaßlich Mitglieder der Daltons. Im März 2025 eröffneten die Daltons das Feuer auf das irakische Konsulat in Istanbul, nachdem ihr führendes Mitglied Ahmet Mustafa Timo im Irak festgenommen worden war.

Schon im September 2024 wurde die Polizistin Şeyda Yılmaz in Istanbul ermordet, allerdings wohl von den konkurrierenden „Casperlar“ (die „Caspers“, ebenfalls nach einer Comic-Figur benannt). Das Geschehen wurde als Dammbruch wahrgenommen. Die Caspers brachten sogar das Kunststück fertig, sich zu Opfern von „Polizeigewalt“ zu stilisieren, wollten zum Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg ziehen. Im Januar 2025 folgte der Mord am 14-jährigen Mattia Ahmet Minguzzi (dessen Vater Italiener ist), Todesdrohungen an die hinterbliebene Familie und die Entweihung seines Grabes. Das sind ja Zustände wie in Stuttgart …

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Tichys Einblick

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Tichys Einblick zu lesen.

Weitere Artikel