Die Bundesregierung unter Friedrich Merz ist mit dem Versprechen einer „Migrationswende“ angetreten. Neue Zahlen, die dem Portal Glut vorliegen, zeigen jedoch erneut: Von einer solchen Wende kann kaum die Rede sein. Der Familiennachzug liegt weiterhin nahezu auf dem Niveau der Ampel-Regierung, während die Zahl der Abschiebungen sogar zurückgegangen ist.
Von Januar bis September 2026 haben die deutschen Auslandsvertretungen demnach 80.870 Visa zum Familiennachzug erteilt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 84.166. Das entspricht lediglich einem Rückgang um 3,9 Prozent.
Im dritten Quartal ist die Zahl sogar leicht gestiegen: Zwischen Juli und September wurden 27.286 Visa zum Familiennachzug vergeben – 52 mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit dürften auch 2026 insgesamt mehr als 100.000 Menschen auf diesem Weg nach Deutschland kommen. Im gesamten Jahr 2025 waren 110.388 entsprechende Visa ausgestellt worden.
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