„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“

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„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“
Bildquelle: Tichys Einblick

Zum Festgottesdienst am Tag der Deutschen Einheit 2026 darf der linke Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Bodo Ramelow, die „Predigt“ im Berliner Dom halten. „Predigen“ meint eigentlich „das Wort Gottes auslegen und verkündigen“. Wenn die evangelische Kirche aber parteipolitische Ideologen auf ihre Kanzel einlädt, dann pervertiert sich Kanzelreden zur Vergewaltigung des Wortes Gottes, um die Ideologie der eigenen Partei über die Menschen auszukübeln.

Genauso kommt es dann auch: Zuerst missbraucht Ramelow die Tageslosung „Nicht was zum Mund hineingeht, macht den Menschen unrein; sondern was aus dem Mund herauskommt, das macht den Menschen unrein“ (Matthäus 15,11). Natürlich benutzt Ramelow diesen Vers als Sprungbrett, um über „Hass und Hetze“, Elon Musk und die sozialen Medien zu hetzen. So kennen wir es aus der linken Ideologie-Litanei mit ihren sprachlichen Abwertungsritualen, mit denen man sich als Gutmensch fünfmal am Tag reinwäscht.

Danach instrumentalisiert Ramelow die biblische Geschichte von der Speisung der 5.000 (Johannes 6). Gegen den Textsinn kommt dabei, o Wunder, das linke Grunddogma heraus: Es ist genug da; die Menschen müssen es nur teilen und richtig verteilen. Komisch nur, dass im Sozialismus selbst auf Kuba nicht mehr genug Zucker da ist und ehemals im Staat des Dachdeckers Erich Honecker die Dachpfannen zur Mangelware wurden. Irgendwie scheint bereits im Basisdogma des „visionären Sozialismus“ der Wurm drin zu sein. Aber es hört sich doch so schön an. Erst recht, wenn diese hübschen linken Phrasen im Berliner Dom sakralisiert werden und mit hervorragender klassischer Musik als etwas „Konservatives“ gerahmt werden.

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