Die AfD hat ihr Ergebnis mehr als verdoppelt – und die CDU hat mehr Wähler verloren, als sie überhaupt noch hat. Eine Allparteienfront der Etablierten hätte nur eine Stimme mehr, als die AfD selbst ohne absolute Mehrheit hätte.
Sven Schulze, der Verlierer des Abends, ist ratlos – und sagt dann etwas Bemerkenswertes. Im ARD-Interview kurz vor 19 Uhr schaffte er nicht mehr, was CDU-Politiker sonst nachts um drei spontan schaffen: sich zur Brandmauer zu bekennen. Stattdessen verwies er auf die Schwierigkeiten mit dem Wahlergebnis und wollte sich am Wahlabend nicht darauf festlegen, wie die Zukunft aussehen würde. Mit Blick auf eine Anti-AfD-Koalition sagte er: „Jetzt ist nicht die Zeit für Spekulationen.“ Stattdessen forderte Schulze: „Die Parteien müssen damit umgehen!“
Währenddessen revoltiert die Junge Union Sachsen-Anhalt: „Weiter so“ könne es nicht geben, die Partei stehe an einem „Wendepunkt“. Angesichts dieses Wahlergebnisses scheint sich plötzlich die unausweichliche Erkenntnis durchzusetzen: Mit dieser Brandmauer geht es nicht mehr weiter.
phoenix Wahlrunde zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt | 06.09.2026









