Die Taz hatte am 21. August in einem Aufmacherartikel auf ihrer Homepage die „Zivilgesellschaft“ zur Gewalt gegen die AfD aufgerufen im Falle eines Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt. Nur vier Tage danach war CDU-Ministerpräsident Sven Schulze bei einer Podiumsdiskussion der Taz zu Gast – und sagte dort, er wolle sich an die Spitze des Kampfs der „Zivilgesellschaft“ setzen.
Die Podiumsdiskussion zur Wahl in Sachsen-Anhalt am Dienstag trug den Titel „Wetten, dass... die Demokratie gewinnt?!“. Dazu waren Vertreter von CDU, SPD, Grüne, BSW und Linke zu Gast – nur die in Umfragen mit großem Abstand führende AfD war nicht eingeladen. Geredet wurde während der rund 90‑minütigen Diskussion zwar nicht mit der AfD, aber über sie. Dabei vermieden es die Teilnehmer, die Partei beim Namen zu nennen.
In dem Taz-Artikel vom 21. August mit der Überschrift „Weckruf zur Wehrhaftigkeit“ heißt es: „Ab wann organisierter gewalttätiger Widerstand legitim ist, bleibt dennoch eine sehr schwer zu beantwortende Frage. Doch wo fortdauernd eine neue, etwas rechtere Normalität erschaffen wird, müssen wir sie uns täglich neu stellen.“
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